bücher · Fantasy

Octavia E. Butler – Wilde Saat

Doro ist ein Unsterblicher, der seit der Zeit der Pharaonen auf unserer Welt ist. Er beherrscht die Fähigkeit, menschliche Körper zu übernehmen, so meisterhaft, dass er nicht getötet werden kann. Seit tausend Jahren greift Doro immer wieder in die Geschicke eines kleinen afrikanischen Dorfes ein. Er entscheidet, wer mit wem Kinder zeugen darf, um so einen perfekten Menschen zu züchten. Doch eines Tages verwüsten Sklavenhändler sein Dorf und nehmen Doros »Kinder« mit in die Neue Welt. Als der Unsterbliche ihnen hinterherreist, macht er eine unglaubliche Entdeckung: Anyanwu, eine Gestaltwandlerin und Heilerin und ebenso unsterblich wie er. Sie könnte der Schlüssel zu Doros Plänen sein – doch Anyanwu hat ihre eigenen Pläne, und so beginnt ein Kampf zwischen zwei Halbgöttern, der die Zukunft der gesamten Menschheit für immer verändern wird.

Das Buch hat mich ziemlich überrascht- zum einen fand ich die Hauptcharakter sehr spannend. Doro ist unsterblich, braucht aber immer neue menschliche Hüllen, damit er weiter leben kann. Und Anyanwu ist auch unsterblich, kann ihre Gestalt ändern und ist eine meisterhafte Heilerin. Als Doro Anyanwu in einem Dorf findet, ist ihm sofort klar, dass er sie braucht, damit er weiter ‚bessere Menschen züchten kann‘. Doro versucht Menschen mit besonderen Fähigkeiten zu finden und diese dann durch gezielte Verpaarung noch zu stärken. Da kommt ihn Anyanwu mit ihren Fähigkeiten gerade recht. Der Titel Wilde Saat bezieht sich auf Anyanwu bzw generell auf Menschen, die Doro noch nicht in seinem ‚Zuchtprogramm‘ hat. generell fand ich es schwierig, dass der nur auf die Zucht aus ist und quasi die besten Nachkommen züchten will. Dennoch war das Buch interessant und auch sehr gut zu lesen. Der Schreibstil war super. Man kam immer gut mit.

Das Buch regt aber auch zum Nachdenken an. Immer wieder tauchen Themen wie Rasse auf, oft appelliert auch Anyanwu an die Moral von Doro und greift dabei ethische Glaubenssätze auf. Aber für Doro, für den Inzest und auch Mord an seinen eigenen Nachkommen, wenn sie eine Missbildung haben, kein Problem ist – stört sich an ihrer Moral nicht. Ich finde es schade, dass sich Anyanwu nur bis zu einem gewissen Punkt auflehnt und ansonsten klein bei gibt. Auf Grund ihrer Fähigkeiten, hätte sie sicher einiges mehr machen können.

Trotz allem finde ich das Buch gelungen, ich denke aber, man muss für solche Themen offen sein. Wenn man generell Themen wie Sklavenhandel und so ablehnt in Romanen, der wird hier keinen Spaß haben.

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