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Kevin Hearne – Tinte & Siegel: Die Chroniken des Siegelmagiers 1

Al MacBharrais ist gesegnet. Gesegnet mit einem ungewöhnlich schönen Schnurrbart, einem Sinn für kunstvoll gemixte Cocktails – vor allem aber mit einem einzigartigen magischen Talent. Er schreibt mit Geheimtinte kraftvolle Zaubersprüche. Und als ehrbarer Schotte setzt er alles daran, unsere Welt vor den schurkischen Knechten verschiedener Pantheons zu beschützen, im Besonderen vor Feenwesen, die alles andere als nett sind.
Traurig, aber wahr: Al ist auch verflucht. Jeder, der seine Stimme hört, geht sofort mit unvorstellbarem Hass auf ihn los. So kann er nur schriftlich oder mit Sprach-Apps kommunizieren. Und schlimmer noch: Alle seine Lehrlinge starben bei höchst sonderbaren Unfällen. Fergus wurde bei den Highland-Spielen von einem schlecht geworfenen Baumstamm erschlagen, Ramsey wurde von schusseligen amerikanischen Touristen, die auf der falschen Straßenseite unterwegs waren, überfahren. Als sein letzter Lehrling Gordie tot in seiner Wohnung in Glasgow aufgefunden wird – er erstickte an einem rosinenhaltigen Gebäck -, entdeckt Al, dass Gordie ein geheimes, verbrecherisches Doppelleben führte und in einen schwunghaften Menschenhandel mit nichtmenschlichen Wesen verstrickt war.

Ich bin auf das Buch zufällig gestoßen, weil es mich an die Cover der Alex Verus Reihe erinnert hat. Die Beschreibung klang auch witzig und interessant, sodass ich mir das Buch holen musste. Ich hatte bisher auch noch keines der Bücher von dem Autor gelesen, sodass ich keine Ahnung hatte was mich erwartet.

Letzten Endes war ich positiv überrascht von dem Buch, auch wenn der Hauptcharakter dann doch mal etwas älter ist, tut das der Geschichte keinen Abbruch. Die Story fand ich sehr gut, vor allem wie sich alles entwickelt hat und man die verschiedenen Charaktere kennengelernt hat. Das Buch ist aus der Sicht von Al geschrieben und lässt sich gut lesen. Die Story ist auch logisch aufgebaut und man kann der Entwicklung gut folgen, die Übersetzung ist auch gut gelungen und das Buch ist stimmig übersetzt. Die Story beginnt damit, dass Al erfährt, dass Gordie gestorben ist und er zum Tatort fährt. Schon am Anfang wird man grob ich die Welt der Siegelmagie eingeführt, im Laufe des Buches erhält man immer mehr Infos zu dieser Welt. Aber auch über die Welt der mystischen Wesen erfährt man immer mehr, in der Welt des Buches gibt es verschiedene Götter, Feenwesen und ähnliches. Auch die Geschichte um den Handel mit den mystischen Wesen ist interessant und erinnert auch schon etwas an die Bücher um Alex Verus.

Ich mochte auch den Witz im Buch und auch die Pop-Kultur-Anspielungen, Al schaut dann doch auch mal gern Netflix. Buck ist Fan vom Avatar und freut sich über Onkel Irohs Teezeremonie. Aber ich fand es auch cool, dass Al von einem Fluch belegt ist und nur über eine Sprach-App mit Anderen redet. Das war einfach mal erfrischend neu für mich. Schön ist auch, dass das Buch keine Liebesgeschichte beinhaltet und der Hauptschwerpunkt quasi ein Krimielement ist. Herrlich war aber auch, dass Al sich mehrfach darüber aufregt, dass es doch reiner Selbstmord ist, wenn man Scones ißt, wenn mal alleine ist. Besonders wenn sie mit Rosinen sind.

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