bücher · LGBTQ · YA/NA

Meredith Russo – Birthday eine Liebesgeschichte

Sechs Jahre, zwei Freunde und unendlich viel Mut …
Morgan und Eric sind die besten Freunde. Für immer. Sie teilen schließlich nicht nur ihren Geburtstag, sondern auch all ihre Geheimnisse – bis zu dem Tag, an dem Morgan merkt, dass er im falschen Körper lebt und ein Mädchen ist.

Das Buch hat mir die Verkäuferin im Buchladen empfohlen, ich hatte das Buch gar nicht auf dem Schirm, aber die Beschreibung klang gut, also hab ich es mitgenommen. Und ich wurde echt nicht enttäuscht von dem Buch. Es war zwar etwas Gewöhnungsbedürftig, dass immer nur ein Tag im Leben der Charaktere beschrieben wird, aber es war am Ende doch ganz stimmig. Das Buch ist quasi in sechs Abschnitte unterteilt, der erste Abschnitt ist der Dreizehnte Geburtstag und das Buch endet mit dem Achtzehnten Geburtstag. Jeder Abschnitt hat abwechselnd Kapitel aus der Sicht von Morgan und Eric.

Das Cover finde ich sehr unscheinbar gestaltet, aber das spiegelt nicht die Geschichte wieder, vorallem nicht den Tiefgang der Geschichte. Leider wirkt das Cover auch etwas nichtssagend, was ich schade finde. Auf dem englischen Cover sind die Gesichter der beiden Hauptcharaktere abgebildet, das macht dann schon Lust auf mehr. Aber vielleicht macht das unscheinbare Cover doch Lust auf mehr? Wie sehr ihr das?

Die Charakter waren gut geschrieben und haben auch sehr glaubwürdig reagiert. Gerade auch wie Morgan mit sich ringt, um sich zu outen. Aber auch den Lebenswandel den er durch macht. Mit 13 Jahren möchte sich Morgan gern Eric anvertrauen, aber er traut sich noch nicht. Seine Unsicherheit zieht sich einige Jahre bin, bis er sich selbst ablehnt und das Gefühl hat, dass er eine total verrückte Person ist, weil er sich als Mädchen/Frau fühlt. Er fängt wieder an Football zu spielen und agiert irgendwann einfach nur noch selbstzerstörerisch, Eric würde ihn gern helfen kommt aber nicht an ihm ran. Es gibt einen Suizidversuch, aber das Buch hat dennoch ein HappyEnd. Ich fand es schön, dass Eric Morgan schon immer als Morgan gesehen hat und dass ihn das Geschlecht von Morgan egal ist.

Ich war von dem Buch positiv überrascht. Die Charakter fand ich ganz stimmig und die Reaktionen auch nachvollziehbar. Auch der Umgang mit der Trans*Thematik war sehr gut. Das Thema ist gut aufgegriffen wurden und umgesetzt. Man konnte sich auch gut in Morgan und Eric hineinversetzen.
Was mich etwas gestört hat, war dass ich manchmal gern gewusst hätte wie es weiter geht nach dem Geburtstag. Da manche Konflikte nicht gelöst wurden, bzw man muss quasi ein Jahr warten bis die Geschichte weiter geht und erfährt dann im nächsten Abschnitt erst, wie es sich entwickelt hat. Trotz des Kritikpunktes ist es eine sehr gute Geschichte. Die von Anfang bis Ende sehr durchdacht ist.

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