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Der etwas andere Deutsch-Unterricht

Nachdem bei mir seit März die Berufsschule vor Ort ausfällt und wir online unterrichtet werden, sind der Dozentin irgendwann die Ideen ausgegangen, was wir machen können. Beziehungsweise glaube ich, dass sich vieles einfach nicht online vermitteln lässt, weil vieles durch Diskussionen lebt. Da wir das Thema Märchen und Gesichten hatten, durften wir eine Geschichtenkiste anfertigen. Das anfertigen hat sehr viel Spaß gemacht. Man nimmt einen Karton und gestaltet ihn passend zur Geschichte, man malt quasi ein Mini-Bühnenbild auf den Karton. Dann bastelt man noch Figuren dazu und sucht sich Requisiten passend zur Geschichte raus. Wenn man die Geschichte erzählt zeigt man seinen Publikum die Requisiten und gibt sie auch rum, damit kann man wunderbar alle Sinne ansprechen. Was sich gerade in der Arbeit mit Kindern sehr gut macht. Ich hab meine Geschichte von Julian, der Meerjungfrau schon drei mal in der Kita gespielt und die Kinder mögen die Geschichte. Einfach weil sie mal anders erzählt wird als Geschichten aus Büchern, die Geschichte ist einfach lebendig und jedes Mal anders. Gerade auch das rumgeben der Materialien animiert total zum mitmachen und im Anschluß kann man dazu auch einen schönen Erzählkreis machen. Solche Geschichtenkisten eignen sich aber auch gut für ältere Kinder, man kann die Geschichte ja passend für die Altersgruppe wählen. Oder sich auch selbst eine Geschichte ausdenken, oder man macht es als Projekt mit den Kindern zusammen. Da gibt es viele Möglichkeiten.

Teilweise haben wir den Online-Unterricht einfach nur für Rätsel genutzt. So haben wir in der einen Vorlesung Karten aus Romanen geraten, wir haben Zitate aus Märchen geraten, oder auch Buchcover – die Dozentin hat schon dafür gesorgt, dass wir als Klasse etwas machen können, und dass die Azubis, welche mit ihren Kindern zu Hause sind, die Kinder mit zur Onlinevorlesung nehmen können. Es hat einfach nur Spaß gemacht und es tat auch gut, den Kontakt zu den Dozenten und zur Klasse trotz Corona zu haben, auch wenn es nur virtuell war.

Einen Abend war ich auch mit der Dozentin alleine im Chat, dass war auch sehr schön, weil wir uns über die Repräsentanz von LGBTQ und Kinderbüchern austauschen konnten und darüber fachsimpeln konnten. Ich freu mich auch schon sehr darauf, wenn es diese Woche endlich wieder mit Schule vor Ort losgeht. Aber ich bin begeistert, wie gut unsere Berufsschule das mit Corona und Onlinevorlesungen etc gemeistert hat. Es gab regelmäßig Infos vom Schulleiter, der Kontakt mit den Dozenten lief per Mail und Videochats super. Es lief einfach alles super! Hut ab für die Planung. Ich bin auch sehr froh, dass unsere Berufsschule sehr modern ausgestattet ist und den online-Unterricht so gut verwirklichen konnte.

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