bücher · Fantasy · Krimi

Bela B Felsenheimer – Scharnow

In Scharnow, einem Dorf nördlich von Berlin, ist der Hund begraben. Scheinbar. Tatsächlich wird hier gerade die Welt gewendet: Schützen liegen auf der Lauer, um die Agenten einer Universalmacht zu vernichten, mordlustige Bücher richten blutige Verheerung an, und mittendrin hat ein Pakt der Glücklichen plötzlich kein Bier mehr. Wenn sich dann ein syrischer Praktikant für ein Mangamädchen stark macht, ist auch die Liebe nicht weit.

Quelle: Klappentext

Der liebe Bela hat also einen Roman geschrieben. Als Ärzte-Fan dachte ich mir, dass ich da definitiv mal reinlesen sollte. Gesagt getan. Vom Schreibstil her ist das Buch genauso, wie man sich ein Buch von Bela eben vorstellt. Es lässt sich gut lesen und ist flüssig geschrieben, hat aber hin und wieder Satzkonstruktionen die man mehrfach lesen muss, weil sie etwas unglücklich formuliert sind.

Ganz ehrlich? Ich weiß nicht was ich von dem Buch halten soll. Einige der Handlungsstänge sind sehr spannend und interessant, andere nur einfach skurril oder makaber. Manche Charakter sind ein wandelndes Kliche, andere stark überzeichnet. das Buch hat gefühlt alles, von Menschen mit Übernatürlichen Kräften, einer Liebesgeschichte, Verschwörungstheorien bis hin zu sinnloser Gewalt. Alles was passiert ist nicht wirklich vorhersehrbar und wenn man denkt, man hat eine Logik erkannt, wird man am Ende auch nur überrascht und es passiert etwas völlig unerwartetes. Manchmal wirkt der Roman als hätte Bela seine Ideen für Songs in einen Fließtext gepackt. Gerade die teils sehr kurzen Kapitel stützen das. Die Kapitel sind auch immer aus den Blickwinkeln der verschiedenen Charakter, sodass man über alle etwas mehr erfährt und die Charakter auch mehr tiefe haben.

Es ist interessant zu lesen der Roman, keine Frage. Aber es wird nicht zu meinen Lieblingsromanen zählen, weil es einfach nicht meine Art von Schreibstil und Roman ist. Es ist unterhaltsam, aber an manchen Stellen kann man über die Einfälle nur den Kopf schüttel. Für Fans von Bela oder generell der Ärzte ist das Buch mal einen Exkurs wert. Das Buch ist ja nicht umsonst bei Heyne im Hardcore Bereich erschienen, das Buch ist alles nur kein Mainstream und es erregt Aufsehen.

Ich finde es schön, das Bela das Hörbuch selber liest – ich glaub was besseres kann einen nicht passieren, da er als Autor sein Werk eben am besten in Szene setzen kann.

2 Kommentare zu „Bela B Felsenheimer – Scharnow

  1. Ich höre ja gerade das Hörbuch, aber ich kämpfe ein bißchen damit. Es sind halt doch viele Charaktere, die dann auch gerne noch Spitznamen und dergleichen haben, da fehlt es mir, zurück zu blättern und nochmal kurz zu schauen, wer nochmal wohin gehört.

    1. Oh ja. Da sind viele Charakter. Mal werden die mit Vornamen, mal mit Nachnamen, manchmal mit Spitznamen angesprochen. Da verliert man schnell den Überblick. Im Buch gibt es extra ein paar Seiten mit einer Namensliste und Kurzbeschreibung, da ist es nicht ganz so schwierig.

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