On Tour

Praktikum beim Radio

Eigentlich wollte ich nach meinen Bachelor-Abschluss einen Bundesfreiwilligen Dienst machen – da ich relativ spät dran war, um eine Stelle zu finden, gab es nicht mehr sehr viele Möglichkeiten. Ja ok, man sucht ja auch nicht 1,5-2 Monate bevor das beginnt eine Stelle. Nun suchen gerade Einrichtungen für Kinder relativ spät noch, weil da viele Stellen unbesetzt sind. Ich hatte aber per Zufall gesehen, dass noch eine Stelle bei einem Freien Radiosender in der Stadt etwas frei war. Ich dachte mir, dass das Jahr da interessant werden könnte und habe mich beworben. Ich hatte dann relativ schnell das Vorstellungsgespräch und bekam auch gleich das ok. Von anderen die da ihren BfD machen, habe ich erfahren, dass sie teilweise auch die Gespräche per Skype geführt haben. Da ich nun auch etwas älter als die Anderen da war, hat es sich  mit dem Vertrag einige Zeit hingezogen, da er noch vom Träger und so abgenickt werden musste.

Ok, man wundert sich sicher, dass ich in der Überschrift stehen habe, Praktikum, aber der Text mit dem Thema BfD beginnt. Ganz einfach, ich hab für mich festgestellt, dass es mit dem Radio und einen zweiten Job nicht klappt, weil ich es von der Belastung her nicht schaffe und ich den anderen Job nicht kündigen wollte, da ich nicht zum Jobcenter wollte und da Leistungen beziehen. Also hab ich den BfD nach circa 3 Monaten abgebrochen. Trotzdem war die Zeit da interessant.

Ich wurde im Bereich der Sendetechnik eingesetzt, ein anderer möglicher Bereich wäre die Tagesaktuelle Redaktion gewesen. Sendetechnik umfasst bei dem Sender wo ich war, unter anderem das Verleihen von Technik, Reparaturen jeglicher Art, aber auch, dass man sich darum kümmert, dass man etwas im Radio hört. Das heißt, dass man die MAir-List bestückt, also eine Liste in der alle Sendungen die an dem Tag zu finden sind, und dann auch rechtzeitig umschaltet (einmal habe ich das umschalten vergeigt und das falsche Studio live geschaltet, sodass man nichts hören konnte im Radio, da waren dann also circa 50 Sekunden stille) Teilweise zwischen dieser Liste und Live-Beiträgen, da die Magazine immer Live sind – die spielen aber auch vorproduzierte Beiträge ab. Man kümmert sich aber auch darum, dass die Sendungen angefragt werden, also falls eine Sendung noch nicht vorliegt, diese aber an dem Tag kommen soll. Was eigentlich nur heißt, dass man die Leute anruft oder ihnen eine Mail schreibt.

Archivieren war auch ein großes Thema, da die Sendungen auch alle archiviert wurden. Und zwar wurde fast täglich mit dem Archiv gearbeitet. Die Magazine wurden auch noch aufgezeichnet, als sie liefen, damit man Live Interviews raus schneiden konnte und diese dann den Moderatoren schicken konnte. Damit die Redakteure die Beiträge dann noch mal bearbeiten konnten. Was heißt, dass man schon etwas Ahnung von Schnittprogrammen haben sollte. Wobei man das auch schnell lernen kann. In unserer Stadt gibt es eine Medienanstalt, wo man auch Kurse besuchen kann, um das Schneiden zu lernen. Es gibt da auch noch viele andere Radio-Relevante Kurse. Ich hatte dann noch einen Kurs über drei Tage besucht in dem es darum ging eine Live-Reportage zu produzieren. Da ich mich nicht getraut habe eine Live Reportage zu produzieren, haben wir es Live on Tape gemacht was nichts anderes ist, als das ich die Reportage auf genommen habe, aber nicht bearbeitet habe. Ich hab also die ganzen Nebengeräusche nicht rausgefiltert, bzw habe ich dafür gesorgt, dass man diese noch hört – wie beispielsweise das Laufen durch einen Gang. Mein erster Versuch einer Reportage mit Interview war nur 4 Minuten lang. Die zweite Reportage war dagegen knappe 13 Minuten lang.

Ich war auch für die Planung der Studiobelegung zuständig, da es 3 Studios gab, musste also geplant werden, wer wo hin geht. Da die Studios unterschiedlich groß waren und auch von der Technik her waren sie auch etwas unterschiedlich bestückt. Wenn man bei der Planung nicht richtig aufpasste, hatte man auch schon mal Chaos, was dort leider etwas öfter vorkam.

Irgendwie hat mir das mit den Reportagen weit mehr Spaß gemacht als der ‚Technik-Kram‘, leider gab es aber keine Möglichkeit, dass ich in die Redaktion wechseln konnte. Bei der Technik war für mich das Problem, dass ich einfach noch keine Vorerfahrungen in dem Bereich hatte, das heißt, ich wusste nicht wie die Mischpulte aufgebaut sind und funktionieren, nicht wie die ganzen Stecker heißen und so weiter. Das stand mir nun auch noch im Weg. Mich hat aber auch etwas die Strukturlosigkeit genervt, so richtig gab es nie einen Plan, oder wenn dann nu einen groben. Ich bin einfach nicht der Typ, der große Feiern irgendwie erst 2 Wochen vorher anfängt zu planen. So war es auch beim Dienstplan und wenn man eben zwei Jobs koordinieren muss, sollte man manche Dinge nicht erst 5 Minuten vor der Angst erfahren.

Also interessant war es, Spaß hat es auch gemacht, nur hat es eben mit den Umständen nicht gepasst. Was irgendwo Schade ist, aber wenn es nicht passt, dann passt es nicht.

 

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