bücher · book-related

Von Inklusion, Repräsentanz und Vorbildern in YA/NA-Romanen

Statt immer nur Rezessionen über Bücher, Filme und Serien zu schreiben, wollte ich auch mal über Repräsentanz von Minderheiten in Büchern schreiben. Weil ich es wichtig finde, das es auch Inklusion in Büchern gibt und verschiedene Arten von Menschen gezeigt werden. Und dass die Leser sich selber in den Büchern wieder finden. Ich denke es gibt für jüngere Kinder nichts schlimmeres, als sich nicht selbst in Büchern wieder zu finden. Als Kind hätte ich es mir gewünscht, dass es Helden in Romanen gibt, die auch ihre Macken und Kanten haben und nicht perfekt sind. Damit ich mich nicht so alleine fühle. Aber auch damit andere Kinder/Jugendliche sehen, dass es nichts schlimmes ist, wenn man Freunde hat, die eine Behinderung haben oder selber eine Behinderung haben, oder aber schwul/lesbisch/etc sind.

Klar ist es schwer über einen Charakter mit Behinderung zu schreiben und zu entwickeln, der Charakter soll nicht schwach wirken, er soll trotzdem stärke habe. Er sollte nicht oberflächlich sein und gut durchdacht Der Charakter soll auch nicht so rüber kommen, das man ihn nur Mitleid schenken möchte – er soll genauso als Charakter des Romanes gesehen werden, wie jeder Andere auch. Er sollte vor allem aber realistisch wirken. Ja klar hängt für den Autor mehr Recherche dran, aber dennoch ist es wichtig.

Es ist schön zu sehen, dass Cassandra Clare einen Charakter an ihren Halbbruder anlehnt, der Autist ist – sie hat sich bemüht, dass es nicht so ein Kliche Autist ist, was ihr meiner Meinung nach auch gelungen ist. Klar merkt man das Tiberius anders ist, aber er ist ein starker Charakter mit seinen Eigenheiten. Der Fokus der Geschichte liegt nicht auf dem Autismus, sondern er fügt sich gut in die Geschichte ein, hat seinen Platz in der Familie und wird von ihr genauso angenommen, wie seine Geschwister. Und das ist wichtig, aber auch die anderen Charaktere aus dem Freundeskreis der Familie geht gut damit um und für sie ist es auch kein Problem. Für sie gehören die Eigenheiten einfach zu Ty. Der Onkel von Ty, Arthur wurde von Seelies gequält, und wurde dadurch ‚verrückt‘, er hat etwas in Richtung Schizophrenie, denke ich zumindest. Und sein Neffe Jules kümmert sich so gut es geht um ihn. Er geht damit normal um, auch wenn es ihn schwer fällt, mit seinem Onkel umzugehen – aber auch nur, weil er ihn gern helfen würde, dass es ihm gesundheitlich besser geht und er an seine Grenzen stößt. Genauso hat auch Cassandra Clare den Charakter Alec an einen verstorbenen Freund angelehnt, welcher sich umgebracht hat, weil er schwul ist. Sie wollte ihren Freund ein gutes Ende schreiben.

Ty was silent, and in that silence, Kit thought of Ty’s headphones, the music in his ears, the whispered words, the way he touched things with such total concentration: smooth stones, rought glass, silk and leather and textures linen. There were people in the worl, he knew, who thought human beings like Ty did those things for no reason – because they were inexplicable. Broken.

Kit felt a wash of rage go through him. How could they not understand everthing Ty did had a reason? If an ambulance siren blared in yur ears, you covered them. It something hit you, you doubled up to protect yourself from hurt.

But not eyerone felt und heard exactly the same way. Ty heard everything twice as loud and fast as everyone else. The headphones and the music, Kit sensed,were a buffer: They deadened not just other noises, but also feelings that would otherwise be too intense.

The protected him from hurt.

He couldn’t help but wonder hat it would be like to live so intensely, to feel things so much, to have the world sawy into and out of too-bright colors and too-bright noises. When every sound and feeling was jacked up to eleven, it only made sense to calm yourself ny concentrating all you energy on something small that you could master – a ,mass of pipe cleaners to unravel, the pebbled surface of a glass between your fingers.

Lord of Shadows (S. 603) – Cassanda Clare

Bei den Bücher von Rick Riordan gibt es schwule, bisexuelle Charaktere, aber auch einen genderfluid/trans Charakter – in den Büchern ist es selbstverständlich. Die Charakter gehen damit offen um und stehen zu ihrer Sexualität. Genauso gibt es einen Charakter der Gehörlos ist in der Magnus Chase Reihe – alle Charakter die mit ihm befreundet sind können sich sogar in Gebärdensprache mit ihm unterhalten.  Und es spielt absolut keine Rolle, dass er gehörlos ist. Im Gegenteil, in manchen Szenen in dem Buch hat es sogar seine Vorteile. Es gibt auch ein muslimisches Mädchen, welches Valkyre ist – sie ist ein starker weiblicher Charakter, der Muslime ist. Genauso gibt es in seinen Romanen auch dunkelhäutige Charaktere, was leider in vielen Romanen zu kurz kommt.

Ich mag solche Vielfalt in Geschichten, weil die Welt nun mal nicht eintönig ist, sondern bunt. Und genau das zeigen die Romane – das man auch der Held sein kann, wenn man eine Beeinträchtigung hat oder homosexuell ist oder dunkelhäutig oder groß oder klein. Dass es darauf nicht ankommt, sondern es kommt darauf an, was man tut und was man leistet. Auch wenn die Charaktere es nicht immer leicht haben, zeigen sie, dass es sich lohnt zu kämpfen, das man sich nicht unter kriegen lassen soll, nur weil man nicht ‚perfekt‘ ist. Es zeigt auch, dass man immer Freunde findet, die Einen akzeptieren wie man ist. Nicht nur das, es zeigt auch den Lesern, die keine Beeinträchtigung haben, dass die Leute mit gar nicht so schlimm sind. Es Hilft Berührungsängste abzubauen und Vorurteile. Und das ist was, was wir in Zeiten wie diesen brauchen.

Es macht die Charakter dadurch auch nicht weniger liebenswert. Im Gegenteil viele Leser freuen sich über die Vielfalt in den Geschichten. Finden sich selbst wieder in der Geschichte – vor allem hilft es den Lesern sich selbst zu finden und zu sich zu stehen. Auf dem einem Panel bei der Shadowhunters Con hat sich ein Besucher bei dem Cast für die Serie bedankt, weil es ihr geholfen hat, sich selbst zu finden und zu sich zu stehen. Das ist was, das Romane vermitteln sollte: DU bist wer – egal wo du herkommst, egal wie du aussiehst, egal welche sexuelle Ausrichtung du hast, egal ob du eine Beeinträchtigung hast.

Whatever you are physically… male or female, strong or weak, ill or healthy – all those things matter less than what your heart contains. If you have the soul of a warrior, you are a warrior.

Lady Midnight – Cassandra Clare

einige LGBTQ-Romane:

  • The Mortal Instruments / Chroniken der Unterwelt – Cassandra Clare
  • The Dark Artifices / Die Dunkelen Mächte – Cassandra Clare
  • Heros of Olympus/ Helden des Olymp – Rick Riordan
  • The Trials of Apollo – Rick Riordan
  • Magnus Chase – Rick Riordan
  • The Raven Cycle – Maggie Stiefvater
  • Blau ist eine warme Farbe -Julia Maroh
  • Song of Achilles
  • One Man Guy by Michael Barakiva
  • Great by Sara Benincasa
  • My Best Friend, Maybe by Caela Carter
  • Beyond Magenta: Transgender Teens Speak Out by Susan Kuklin
  • Everything Leads to You by Nina LaCour
  • Frenemy of the People by Nora Olsen
  • Lies My Girlfriend Told Me by Julie Anne Peters
  • Far From You by Tess Sharpe
  • Grasshopper Jungle by Andrew Smith
  • The Summer I Wasn’t Me by Jessica Verdi

einige Inklusions-Romane:

  • Magisterium – Cassandra Clare
  • The Dark Artifices/ Die Dunklen Mächte – Cassandra Clare
  • Magnus Chase – Rick Riordan
  • The Young Elites – Marie Lu
  • The Raven Cycle – Maggie Stiefvater

für weitere Romane bin ich offen und füge sie gern der Liste dazu – einfach in den Kommentaren hinterlassen

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s