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Bob, der Streuner / A Street Cat named Bob

  • Laufzeit: 103 Minuten
  • Sprachen: Englisch, Deutsch
  • FSK: 12
  • Drama/Biografie
  • Produktionsland: UK
  • VÖ (UK) 3. November 2016 / VÖ (D) 12. Januar 2017
  • DVD/BluRay-VÖ (D) 18. Mai 2017

Das Letzte, was James (Luke Treadaway) gebrauchen kann, ist ein Haustier! Er schlägt sich von Tag zu Tag als Straßenmusiker durch, und sein mageres Einkommen reicht gerade, um sich selbst über Wasser zu halten. Und jetzt auch noch das: Als es eines Abends in seiner Wohnung scheppert, steht da nicht wie vermutet ein Einbrecher in der Küche, sondern ein roter ausgehungerter Kater. Obwohl knapp bei Kasse beschließt James, den aufgeweckten Kater aufzupäppeln, um ihn dann wieder seines Weges ziehen zu lassen. Doch Bob hat seinen eigenen Kopf und denkt gar nicht daran, sein neues Herrchen zu verlassen. Er folgt ihm auf Schritt und Tritt. Für James ist nichts mehr, wie es war. Bob und er werden unzertrennliche Freunde, und James findet dank Bob nach und nach den Weg zurück ins Leben … Quelle

Luke Treadaway übernimmt die Rolle von Bobs Herrchen im Film. Bob wird von Bob gespielt. In dem Film spielen fast nur wenig bekannte Schauspieler mit, der einzige Schauspieler, der wirklich bekannt ist, ist Anthony Steward Head (spielte unter Anderem bei Buffy und bei Merlin eine Hauptrolle). Durch die Wahl der Schauspieler hat man kein festes Rollenbild im Kopf, wodurch man einen besseren Einstieg in die Geschichte hat – da man von keinen Schauspieler etwas erwartet.

Der Film basiert zu Teilen aus dem Buch ‚Bob, der Streuner‘ und ‚Bob und wie er die Welt sieht‘, es wurden aber auch noch ein paar extra Details hinzugefügt. Für dem Film spielt es keine Rolle, ob man die Bücher gelesen hat oder nicht. Mir hat gefallen, dass der Film einen roten Faden bekommen hat, der im Buch zeitweise fehlt. Im Buch kann man die Kapitel, theoretisch gesehen unabhängig voneinander lesen.

Auch wenn der Film eine FSK 12 hat und es ein Film mit einer Katze ist, finde ich nicht unbedingt, dass es sich um einen Familienfilm handelt. Klar gibt es ein Happyend, aber in den 103 Minuten Laufzeit gibt es aber auch einiges an Drama – ein Bekannter von James stirbt, James macht seinen Drogenentzug, man bekommt die Probleme die er mit seiner Familie hat mit. Man merkt den Film seine biografischen Bezüge an, gerade durch die Hoch und Tiefs die James durchstehen muss, was die Geschichte wiederum glaubhafter macht, da nicht alles glatt läuft und es immer wieder Rückschläge gibt.

Mir hat der Film gefallen, aber ich denke, dass er kein massentauglicher Film ist für große Kinos, sondern eher ein Film für Programmkinos ist. Schön fande ich, dass es einige Sequenzen aus der Sicht von Bob gab, das heißt, dass die Kamera Aufnahmen aus Katzenperspektive gemacht hat – das hat die Erzählweise etwas aufgelockert.

James Bowen, der Autor und Besitzer von Bob, hatte einen Cameo-Auftritt, welchen ich sehr witzig fand. Am Ende des Filmes, als der Film-James eine Lesung und Signierstunde zu  seinem Buch ‚A Street Cat named Bob‘ gibt, steht James Bowen bei der Signierstunde an und lässt sein Buch signieren. Er meint daraufhin zu seinem Film-Ich: ‚Sie schreiben so, dass ich mir richtig gut vorstellen kann, wie alles passiert ist. Es ist so als wäre ich dabei gewesen.‘

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